Reden

SITZUNG AM DIENSTAG, 14. NOVEMBER 2000

GMO für Schweinefleisch

Fiebiger (GUE/NGL). - Herr Präsident! Veränderungen von Marktordnungen sind immer schwierige Entscheidungen. Bei der Entscheidungsfindung kommt es darauf an, möglichst treffsicher die marktregulierenden Eingriffe in Angebot und Nachfrage so zu fördern, dass die Produktion, und in diesem Fall die Produktion von Schweinefleisch, das Einkommen der Bauern sichert. Lange Zeit war das nicht der Fall. Gegen den Bericht gibt es Widerstand und Ablehnung. Einige dieser Forderungen gehen über den Bericht hinaus, weil in der Produktion von Rind- und Schweinefleisch vieles nicht in Ordnung ist. Die neuesten bekannt gewordenen Fälle von BSE werden eine Reduktion der Produktion zur Folge haben und alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen. Die Globalisierung der Ökonomie erweist sich in diesem Fall als Falle, und das hat mit zyklischen Krisen überhaupt nichts zu tun. Schlachtvieh wird quer durch Europa gefahren, staatlich subventioniert werden Tierbestände abgebaut und andererseits große ökologische Anlagen gebaut. Fertige Lösungen bietet dieser Bericht dafür auch nicht, dazu ist viel anderes notwendig. Der Bericht versucht jedoch, nach dem Prinzip der Freiwilligkeit und über die Bildung von Erzeugergemeinschaften die Produktion zu bündeln. Dieses Anliegen ist ehrlich und glaubwürdig. Ich werde meiner Fraktion empfehlen, nicht abzulehnen.

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