Reden

10. Jubiläum des KBV Prignitz e.V.

Mein geehrter Herr Kollege und Vorsitzende des KBV in der Prignitz hat über die viel zu schnell vergangenen 10 Jahre in der von ihm gewohnten Art und Weise gesprochen.

Ich stimme in allem, was er erklärt hat, mit ihm überein. Auch in der Aussage, dass die Bauern in der Prignitz unter den veränderten sozialen und marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen einiges erreicht haben.

Es war richtig, die etwas ertragsschwächeren Böden mit ökologischen Produktionsweisen zu verbessern und die konventionelle Landwirtschaft unter der Beibehaltung einer hohen Produktivität stärker nach den Kriterien einer umweltverträglichen Landwirtschaft auszurichten.

So ernährte ein Landwirt 1980 in Deutschland noch 50 Menschen, heute sind es mehr als das Doppelte.

80 Mio Menschen hungern auf der Welt. Aus den verschiedensten Gründen sind sie nicht in der Lage, ihren Bedarf an Lebensmitteln zu decken oder zu bezahlen. Unter diesem Aspekt ist die prämierte Stillegung von Flächen in Westeuropa ganz zu schweigen von einem Ausstieg aus der Landwirtschaft ein massiver Verstoß gegen die menschliche Moral und Ethik.

Das Wissen und die technischen Möglichkeiten nehmen auch in der Landwirtschaft rapide zu.
Nicht alles, was heute bekannt ist, wird angewandt. Die Gentechnik eröffnet neue Möglichkeiten krankeits-und schädlingsresistene Kulturpflanzen zu entwickeln, ackerbauliche bislang nicht nutzbare Flächen zu bestellen sowie Pflanzen mit maßgeschneiderten Inhaltsstoffen zu produzieren.

All dies macht Prognosen schwierig und es wird abzuwarten sein welche Wirtschaftmacht sich in den WTO- Verhandlungen durchsetzen kann . Auch ist es sicher,das China im nächsten Gipfel aufgenonnen wird. Eine Frage ist dabei für die Landwirte in Europa von großem Intresse, ob China als Entwicklungsland oder als Industrieland in die WTO aufgenommen wird. Bei meiner Reise mit der Fraktion in diesem Land wurde ich über deren Bedeutung gründlich eingewiesen

Erklärtes Ziel der EG ist es die Qaulität der Lebensmittel zu verbessern.In ihrem Weißbuch zur Lebensmittelsicherheit hat die Kommission die Aufgabe formuliert - die Lebensmittelsicherheit entlang der gesamten Erzeuger-Herstellungskette zu verbessern. Eine Flut von Gesetzen und Verordnungen sind zu erwarten.Immerhin hatt die EU dafür 1.3 Mill Euro eingeplant

Richtig ist es , das gute Ernährung immer mit eigener Verantwortung verbunden ist, deshalb werde ich mich dafür einstetzen, dass uns das damit zu machende Geschäft nicht völlig aus der Hand genommen wird.

Auf diesem langen und beschwerlichem Weg werden Naturkonforme und ressourcenschonende Produktionssysteme die kommenden Jahre bestimmen. Viele Vorschläge liegen dazu auf den Beratungstischen derAusschüße des EP.

Im einzelnen darauf einzugehen ist heute nicht der Tag. Es darf allerdings nicht so ausgehen wie in der Politik-Einen Fehler den alle begehen, wird schließlich als Regel anerkannt.
Für unseren Berufstand muß die Regel lauten
Warum bellen, wenn man auch beißen kann.

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