Information aus dem Wahlkreis

Jahrhunderthochwasser auch in der Prignitz

Man kann es kaum in Worte fassen, wenn man sich die Leistungen der vielen Menschen vor Ort vergegenwärtigt. Waren es die Einwohnerinnen und Einwohner der gefährdeten Orte, viele Freiwillige aus Ost und West, die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus dem ganzen Land, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des THW, DRK, Volkssolidarität, AWO, Johanniter und nicht zu vergessen, die Angehörigen von Polizei, BGS und der Bundeswehr. Sie alle vollbrachten in den Tagen des Hochwassers große Leistungen.
Nicht zu vergessen die Landwirtschaftsbetriebe, die nicht nur Haus und Hof vor dem Hochwasser schützen mußten, sondern auch noch insgesamt 18.000 Rinder (7600 Milchkühe), 1000 Schweine, 3000 Schafe und 48.000 Masthähnchen evakuieren mußten. Die Tiere konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden, trotzdem sind Einkommensausfälle durch Leistungsabfall der Tiere und Nachfolgeschäden durch das Qualmwasser auf Acker- und Weideflächen in Millionenhöhe entstanden. Eine unbürokratische Soforthilfe für die betroffenen Menschen und Unternehmungen ist dringend nötig.
Wir brauchen aber auch einen Moment des Innehaltens und Nachdenkens, damit beim Wiederaufbau der vom Hochwasser geschädigten Regionen nicht die gleichen Fehler, die vielleicht zu dieser Katastrophe beigetragen haben, wiederholt werden. Wir sollten nachdenken, über eine andere Fluss-, Verkehrs- und Klimaschutzpolitik.

Sabine Ott, Wahlkreismitarbeiterin



Start